Metrisches ISO-Gewinde

Das metrische ISO Gewinde ist weltweit am meisten verbreitet und gehört zu den bekanntesten Gewindeformen.

Das metrische ISO Gewinde ist weltweit am meisten verbreitet und gehört zu den bekanntesten Gewindeformen. Im deutschen Sprachgebrauch finden sich dazu auch zahlreiche Synonyme wie

• Regelgewinde,

• Normalgewinde,

• Spitzgewinde,

• Maschinengewinde oder

• Metallgewinde

Als standardisiertes Gewinde wird es in der Norm DIN 13-1 klassifiziert. Charakteristisch für das metrische ISO Gewinde ist ein Zulaufen der Gewindeflanken in V-Form (keilförmig).

Weiterhin ist der Winkel zwischen zwei auf einer Seite gegenüberliegenden Außenkanten, der sogenannte Flankenwinkel, auf 60 Grad festgesetzt. Aufgrund dieser Geometrie hat das Gewinde nach Versenkung in den Untergrund einen guten Halt und verrutsch nicht – es gehört somit zu den selbsthemmenden Befestigungsgewinden.

Der Nenndurchmesser wird – zusammen mit einem vorangestellten M als charakteristisches Kürzel – in Millimeter angegeben. Anwendung findet das Spitzengewinde bei Schrauben, Muttern sowie Gewindestangen und insbesondere bei kraftschlüssigen Verwendungen.

Metrisches ISO Feingewinde

Das metrische ISO-Feingewinde weist größtenteils die gleichen Merkmale auf wie das bekannte Regelgewinde. So liegt ebenfalls hier ein V-förmiger Zulauf der Gewindeflanken, und ein Flankenwinkel von 60 Grad vor. Die Unterschiede zum Regelgewinde liegen in einem deutlich flacheren bzw. feineren Gewinde und in einer niedrigeren Gewindetiefe. Eine genaue Klassifizierung der Schraube findet sich in der Norm DIN 13-2 bis DIN 13-10.

Aufgrund des feineren Gewindes liegt es in der Natur der Sache, dass bei einer Vollumdrehung von 360 Grad weniger Distanz bzw. Steigung zurückgelegt wird als bei einem Regelgewinde mit gleichem Nenndurchmesser.

Dieser Steigungsunterschied wird bei Abkürzungen als Unterscheidungsmerkmal des Feingewindes gegenüber dem Regelgewinde genutzt: Zusätzlich zum Buchstaben M und der Größenangabe des Nenndurchmessers weist das Feingewinde gegenüber dem Normalgewinde eine weitere Zahl auf. Diese gibt die Steigung bei einer Vollumdrehung in Millimeter an: Zum Beispiel M20 x 1. Es findet sich auch die Abkürzung MF wieder.

Das ISO Feingewinde hat gegenüber dem Regelgewinde mehrere Vorteile: Dieses Befestigungsgewinde kann aufgrund der geringer benötigten Eindringtiefe auch bei dünnen Schrauben eingewalzt werden. Aus funktionaler Sicht weist ein Feingewinde eine höhere Tragfähigkeit und auch eine bessere Selbsthemmung gegenüber dem Regelgewinde auf.

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